10 Regeln gegen Schimmel
Wirksame Prävention für Mieter, Eigentümer und Hausverwaltungen — aus der Schulung des BOWATECT-Systems.
Regelmäßig stoßlüften
Mindestens 3× täglich 5–10 Minuten Fenster weit öffnen — keine Kippstellung (Kondensat an Scheiben!). Küche und Bad nach Nutzung direkt lüften.
Luftfeuchtigkeit unter 60 % halten
Hygrometer in Schlaf- und Wohnzimmer aufstellen. Bei über 60 % Luftfeuchtigkeit Schimmelwachstum möglich — Lüften oder Entfeuchter einsetzen.
Kältebrücken warm halten
Außenwände, Ecken und Fensterbänke niemals kälter als 12 °C werden lassen. Möbel mit mind. 5 cm Abstand zur Außenwand stellen.
Wäsche nicht in Innenräumen trocknen
Wäschetrocknen gibt bis zu 2–4 Liter Wasser pro Ladung in die Raumluft ab. Außen trocknen oder Wäschetrockner mit Abluft nach außen nutzen.
Badezimmer immer lüften
Nach dem Duschen sofort lüften, Badtüren schließen, Fliesen trockenwischen. Feuchte Handtücher im Raum erhöhen die Luftfeuchtigkeit dauerhaft.
Heizung gleichmäßig betreiben
Nicht unter 16 °C in Wohnräumen absenken. Kalte Räume kondensieren Feuchtigkeit schneller — besonders in schlecht gedämmten Gebäuden.
Rohrleitungen und Anschlüsse prüfen
Undichte Wasserleitungen, feuchte Kellerböden oder nasse Dachbereiche sofort beheben lassen. Verdeckte Wasserschäden sind die häufigste Schimmelursache.
Pflanzen nicht überhäufen
Viele Zimmerpflanzen erhöhen die Raumfeuchtigkeit deutlich. Erde regelmäßig prüfen und nicht zu feucht halten.
Neue Gebäude und Renovierungen austrocknen lassen
Neubaufeuchte kann 1–2 Jahre benötigen, um vollständig zu trocknen. In dieser Zeit intensiver lüften, Heizung hochdrehen.
Bei erstem Schimmelfleck sofort handeln
Kleine Flecken mit Haushalts-Ethanol (70 %) abtupfen — KEIN Biozid, kein Streichen. Bei mehr als einer Handfläche: Fachmann hinzuziehen.
Schimmel bereits vorhanden?
Prävention hilft — aber wenn der Schimmel da ist, braucht es mehr als Hausmittel.
Fachgerecht sanieren lassen